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Neophytenstrategie

Der Gemeinde Oetwil am See ist das effiziente Management der invasiven Neophyten ein dringendes Anliegen, weshalb sie eine Strategie für die Jahre 2019 – 2024 erarbeitete. Im Jahr 2024 wurde die Strategie evaluiert und überarbeitet. Die Neophytenstrategie 2025 – 2029 der Gemeinde Oetwil am See beruht auf den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und basiert auf dem Ampelsystem (Abbildung) und Massnahmenplan Neobiota des Kantons Zürich. Die Bekämpfung erfolgt durch den Verein Konkret und den Werkhof der Gemeinde.  

Abbildung 5, Ampelanalyse aus der Neophytenstrategie, Quelle: Verein Konkret 

Aufgrund der vorhandenen Neophyten Bestände hat die Gemeinde die Flächen in verschiedene Gebiete eingeteilt. Zuerst werden die Gebiete mit den geringsten Vorkommnisse invasiver Neophyten bekämpft (Potenzialflächen «gelbe» Flächen). Wird ein Gebiet Neophytenfrei, wird die Fläche auf «grün» umgestellt und als Freihaltefläche bezeichnet. Oetwil am See verfügt derzeit noch über keine Freihaltezonen. Mehrere «gelbe» Potenzialgebiete weisen jedoch kaum grössere Bestände auf und können durch eine gezielte Bekämpfung in naher Zukunft zu «grünen» Freihaltegebieten werden. 

Das wichtigste Ziel: Ökologisch besonders wertvolle sowie noch weitgehend neophytenfreie Flächen dauerhaft von invasiven Neophyten freizuhalten. Damit wird sichergestellt, dass mit den eingesetzten Ressourcen der grösste ökologische Nutzen erzielt wird. Mittelstark befallene Flächen mit dichteren Neophyten-Beständen werden mit mehrjährigen Bekämpfungsmassnahmen zu neophytenfreie Flächen gemacht. 

Abbildung 6, Neophytenstrategie Oetwil am See, Gebietsbekämpfung Quelle; Verein Konkret 

Neben dem flächenspezifischen Ansatz stehen bei der Strategie und Neophytenbekämpfung besonders schädliche und neue Arten im Fokus. Dazu zählen die gesundheitsschädigenden und im Kanton Zürich bekämpfungspflichtigen Arten (Ambrosia, Riesenbärenklau, Schmalblättriges Greiskraut), Quarantäne Organismen, sowie neue und nur lokal auftretende Arten mit sehr hohem Schadpotential. Solche, sogenannten «Fokusarten» werden kantonsweit bekämpft, mit dem Ziel der Tilgung. Zudem werden Standorte mit Japanischem Knöterich entlang von Gewässern, Erdmandelgras in der Landwirtschaft, Henrys Geissblatt und Götterbaum im Wald, sowie Essigbaum auf Bauflächen lebensraumspezifisch konsequent bekämpft, ebenfalls mit dem Ziel der Tilgung.  

Meldungen oder Fragen zu invasive Neophyten können Sie an unsere Neobiota-Kontaktperson richten: Neobiota-Kontaktperson