Fauna
Die Tierwelt
Die einheimische Fauna (Tierwelt) ist auf genügend vernetzte und ökologisch wertvolle Lebensräume angewiesen. Die Gemeinde Oetwil am See setzt sich auf verschiedene Arten für den Tierschutz ein. Für Amphibien werden in ausgewählten Gebieten die Sammelschächte mit Amphibienausstiegshilfen ausgestattet, regelmässig kontrolliert und falls notwendig ersetzt. Das Gebäudebrüterinventar wird aktuell gehalten und bei Baugesuchen hinzugezogen.
Amphibien
Amphibienausstiegshilfen
Rund 70 % der einheimischen Amphibien stehen auf der Roten Liste, das bedeutet sie sind vom Aussterben bedroht. Die Ursachen sind vielfältig: Lebensraumverlust durch Versiegelung, fehlende Laichgewässer, Pestizideinsatz und tödliche Hindernisse im Siedlungsraum. Besonders gefährlich sind Strassen, Randsteine und Sammelschächte, die die natürliche Wanderung der Tiere unterbrechen oder zur Falle werden.
Die Gemeinde Oetwil am See setzt laufend Massnahmen zum Schutz der Amphibien um:
Installation von Amphibienausstiegshilfen in Form von Krallmatten in Sammelschächten. Frösche, Salamander und sogar Blindschleichen können sich mit der Hilfe der Matte aus einem Schacht befreien.
Spannende Kletter-Videos und weitere Informationen zu den Amphibien finden Sie unter: Amphibienschutz
Die ortstreuen Gebäudebrüter
Die Gemeinde Oetwil am See bewirtschaftet ein kommunales Gebäudebrüter Inventar, um den Schutz der ortstreuen Tiere sicherzustellen. Das Inventar wird bei Baugesuchen beigezogen. Während der Nist- und Brutzeit dürfen die Gebäudebrüter nicht gestört, umgesiedelt oder gar getötet werden. Bitte beachten Sie, dass die Horste, Nester und Brutstellen als Naturschutzobjekte gelten und geschützt sind.
Die durchschnittliche Brutzeit der Gebäudebrüter wird in der darauffolgenden Abbildung aufgeführt. Die Zeiten können abweichen und sind ohne Gewähr zu verstehen.
Weitere hilfreiche Informationen:
Kantonales Merkblatt Gebäudebrüter
Bienen/ Wespen und Hornissen
Einheimische Bienen, Wespen und Hornissen – wertvolle Helfer
Bienen, Wespen und unsere einheimischen Hornissen sind wichtige Bestandteile des natürlichen Ökosystems. Sie bestäuben zahlreiche Pflanzen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt. Wespen und Hornissen übernehmen zudem eine wichtige Rolle bei der natürlichen Regulierung von Insektenbeständen.
Anders ist es mit der asiatischen Hornisse (Vespa velutina). Sie bedrohen die Biodiversität, weil sie einheimische Insekten wie die Honigbiene als Futter für ihre Larven jagen.
Weitere Informationen zur invasiven Tierart finden Sie unter Neozoen. (Verlinkung auf der Webseite – Link noch nicht vorhanden ohne die Umstellung der Webseite)
Neozoen
Sichtung invasiver Neozoen – Meldung erwünscht
Neozoen sind Tierarten, die sich nach 1492 ausserhalb ihrer Ursprungsgebiete verbreitet haben. Diese Tiere werden im Allgemeinen durch menschliche Aktivitäten verschleppt, entweder bewusst (z.B. Tierhandel) oder unbewusst (z.B. blinde Passagiere). Die meisten Neozoen sind in ihrer neuen Umgebung nur beschränkt überlebensfähig.
Einzelne Neozoen hingegen finden am neuen Ort optimale Überlebensbedingungen vor und können sich dadurch stark vermehren und unkontrolliert ausbreiten. Diese Arten heissen invasive Neozoen. (Quelle: Kanton Zürich [pdf, 354 KB], Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft)
Asiatische Hornissen
Asiatische Hornissen (Vespa velutina) breiten sich in der Schweiz seit 2017 vom Westen her rasch aus und wurden auch bereits im Kanton Zürich gesichtet. Ihre Nester befinden sich in der Nähe von Siedlungen oder hoch oben in Baumkronen. Um ihre Larven zu ernähren, jagen Asiatische Hornissen verschiedene einheimische Insekten, darunter auch Honigbienen. So bedrohen sie die Artenvielfalt und können geschwächte Honigbienenvölker gefährden.
Merkblatt - Asiatische Hornisse erkennen und melden: https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/umwelt-tiere/umweltschutz/neu-gebietsfremde-arten/neu-neozoen/AWEL%20Merkblatt%20Asiatische%20Hornissen.pdf
Weitere invasive Tierarten mit Meldepflicht:
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Gebietsfremde Stechmücken (asiatische Tigermücke, asiatische Buschmücke)
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Gewächshaustausendfüsser
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Japankäfer
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Gebietsfremde Plattwürmer
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Gebietsfremde Ameisen
Meldestellen:
Invasive gebietsfremde Ameisen, Plattwürmer
neobiota@bd.zh.ch
+41 43 259 39 03
Invasive gebietsfremde Mücken, Asiatische Hornisse
neobiota@bd.zh.ch
+41 43 259 39 17
Alle anderen Meldungen können direkt an die Neobiota - Kontaktperson der Gemeinde gemeldet werden:
Weitere Informationen zu den invasiven Neozoen finden Sie unter folgendem Link: