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Umwelttipp: Saisonal statt Treibhaus

Stellen Sie sich im Winter gerne frische Blumen auf den Tisch? Die Rosen aus Übersee könnten Ihnen ganz schön was erzählen, denn sie sind weit gereist. Saisonal geht anders – aber es geht! So bereiten umweltschonende Alternativen aus der Region auch in der kalten Jahreszeit Freude. Ein Umgewöhnen lohnt sich.

Während die Natur vor dem Fenster noch ihre wohlverdiente Winterruhe geniesst, blüht es drinnen oft schon um die Wette. Kaum ist Silvester durch, stehen sie auf Tischen und Kommoden: bunte Tulpen, Gerbera und Rosen aller Art. Es beginnt die Saison der Schnittblumen!

Natürlich tut sie das nicht. Blumen blühen in der Schweiz von März bis etwa Mitte November. Die Schnittblumen, die im Winter bei uns verkauft werden, kommen meist aus Afrika und Südamerika. Sie gelangen über grosse Auktionshäuser in den Niederlanden an die Schweizer Blumenbörsen. Oft werden die zarten Pflanzen vor dem Transport in Fungizide getaucht, damit sie den Trip gut überstehen. Neben Pestiziden und Transport belastet auch die Kühlkette die Ökobilanz.

Höchste Zeit, den routinemässigen Kauf von Schnittblumen im Winter zu überdenken. Regional und saisonal: Das sind die Zauberwörter für winterliche Blumenfreuden. Christrosen oder Frühblüher wie Krokusse oder Schneeglöckchen blühen ohne zusätzlichen Energiebedarf. Im Topf auf dem Balkon oder vor dem Fenster erfreuen sie nicht nur uns Menschen, sondern auch viele Insekten.

Soll es zur Abwechslung trotzdem ein Strauss aus Übersee sein, lohnt sich der Griff nach Blumen, die mit Bio- oder Fair-Trade-Label gekennzeichnet sind. Und relativ neu in der Schweiz: die Slowflower-Bewegung. Die hier engagierten Floristinnen und Floristen verkaufen ausschliesslich das, was aktuell in der Region wächst. Sie produzieren ohne Pestizide und Kunstdünger, kreieren bunte Trockenblumensträusse und bauen oft ganz spezielle Sorten an. Die Produkte mögen teurer sein als die weitgereisten Bouquets im Supermarkt – für einen pestizidfreien Freundschafts- oder Liebesbeweis ist es das vielen Menschen aber sicherlich wert.

Sie möchten mehr wissen? Hier finden Sie weitere Informationen:
Slowflower-Bewegung: Regional – saisonal – nachhaltig