Mitteilungen aus dem Ortsmuseum
Im Ortsmuseum Oetwil am See wurden zwei langjährige Mitglieder verabschiedet. Gleichzeitig wurde die Kommission mit sechs neuen Mitgliedern verstärkt, die frische Impulse einbringen sollen. Zudem lädt die neue Sonderausstellung «Sammelsurium» mit ausgewählten Objekten zu einem Besuch ein.
Abschied von zwei langjährigen, verdienstvollen Mitarbeitern
Mit einer kleinen Feier im Kreis der Ortsmuseumskommission wurden anfangs 2025 bzw. 2026 die Mitglieder Baschi Bühler und Werner Frei verabschiedet. Das jahrzehntelange Wirken der beiden für das Museum wurde mit Dankbarkeit und hoher Anerkennung vom Gemeindepräsidenten und Museumsleiter gewürdigt. Über 38 Jahre (!) hat Baschi Bühler am Aufbau und Betrieb des Museums tatkräftig und stets hilfsbereit mitgewirkt. Ohne sein unermüdliches Engagement wären die heutige Ausstellung, die Sammlung und die Magazinräume nie realisiert worden. Dank seinem grossen Beziehungsnetz und der Bekanntheit im Dorf äufnete sich ein umfangreicher und vielfältiger Sammlungsfundus an historischen Gegenständen, Fotos, Akten und Dokumenten, der sonst verloren gegangen wäre. Baschi Bühlers ausgeprägter Ordnungssinn sorgte für die übersichtliche Aufbewahrung der Objekte in den Depoträumen. Niemand kann die Stunden zählen, die er für deren Transport, Reinigung und Konservierung aufbrachte. Zahlreiche Autotransporte durch die halbe Schweiz führte er aus, wenn es galt, Museumsgegenstände bei Spezialisten reparieren zu lassen oder bei auswärtigen Oetwilern abzuholen. Allschwil, Orpund, Bütschwil, Leissigen am Thunersee hiessen etwa die Fernziele - in der Nähe Grüningen, Hombrechtikon, Dürnten, Bubikon oder Bauma. Baschi Bühler war Allrounder, stets lösungsorientiert, zupackend, ohne Scheu vor groben oder schmutzigen Arbeiten. Nicht unerwähnt sollen aber die zahlreichen Gruppenführungen bleiben, die er stets zu übernehmen bereit war – die edelste Aufgabe der Museumsbetreuung.

Auf stolze 28 Jahre Museumsarbeit brachte es Werner Frei. Sein Hauptarbeitsfeld war das Papierarchiv, wo er sich in drei Bereichen engagierte. Zum ersten: Sein grosses Talent war die perfekte Gestaltung der Grossformat-Wechselrahmen für die verschiedenen Sonderausstellungen. Es waren Dutzende! Präzise und mit Sinn für Ästhetik montierte er Bilder und Texte, evaluierte Schriftgrössen und Papierfarben für die Bildlegenden; zeitaufwendige Millimeterarbeit, bis ein gefälliges Ganzes entstand. Zum zweiten brachte er mit Hängemappen Ordnung in die gesammelten Dokumente des Museums. Für deren Erschliessung schuf Werner Frei einen Registraturplan. Die in den Mappen eingelegten Akten sollen ja bei Bedarf rasch greifbar sein, weshalb ein praktikables Findmittel unerlässlich ist. Als drittes ist das Fotografieren zu erwähnen. Rechtzeitig vor dem Abbruch hat Werner Frei im Dorf Häuser bildlich dokumentiert und somit das fotografische Gedächtnis der Oetwiler Bausubstanz à jour gehalten.

Kommissionen für das Orts- und Helen Dahm-Museum wurden neu konstituiert
Nach den Austritten von Sebastian Bühler, Werner Bosshard und zuletzt Werner Frei aus der Ortsmuseumskommission waren die verbliebenen Mitglieder froh um neuen Zuwachs. Umso erfreulicher ist der Umstand, dass man gleich sechs neue, interessierte Mitwirkende gewinnen konnte. Es sind dies Matt Mettler, Yvonne Perathoner, Janosch Bächli, Angelina Hubner, Moritz Kaufmann und Alice Kaminski. Matt Mettler wird ebenso in der Betriebskommission Orts- und Helen Dahm-Museum Einsitz nehmen, als Ersatz für Baschi Bühler.
Mit den neuen Mitgliedern gewinnt die Ortsmuseumskommission nicht nur an personeller Stärke, sondern auch an vielfältigen beruflichen und persönlichen Hintergründen. Dieser Mix soll dazu beitragen, die künftigen Projekte des Ortsmuseums noch breiter abzustützen und weiterzuentwickeln. Die Kommission blickt optimistisch in die Zukunft und ist überzeugt, dass die neuen Kräfte frische Ideen und Impulse einbringen werden. Die Betriebskommission beider Museen dankt an dieser Stelle den austretenden Mitgliedern für ihr lang- respektiv jahrzehntelanges Engagement und die zahlreichen Verdienste zugunsten der Museumslandschaft in Oetwil am See. Gleichzeitig heisst sie die neuen Mitglieder herzlich willkommen und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Neue Sonderausstellung «Sammelsurium»
Alle zwei Jahre wird die Sonderausstellung neugestaltet. Die Darstellung über das Leben und Werk des talentierten Oetwiler Zimmermeisters Heinrich Suter ist nun abgebaut, um Platz für Neues zu schaffen: «Sammelsurium» heisst die aktuelle Temporärausstellung. Gezeigt werden selten oder nie ausgestellte Gegenstände aus dem Museumsmagazin - bunt gemischt. Die Objekte haben unter sich keinen thematischen Zusammenhang, geben aber eine Ahnung vom reichhaltigen Fundus der eingelagerten Sammlung. Sie sind es wert, einmal ins Licht gerückt zu werden. Der beschränkte Platz im Ausstellungsraum lässt nur eine Auswahl an Objekten zu. Aber jedes Stück ist etwas Besonderes und könnte eine Geschichte erzählen. Zudem dokumentieren die Gegenstände das freundliche Wohlwollen zahlreicher Einwohner und auswärtiger Oetwiler, die mit ihren Sachspenden den Aufbau der Sammlung überhaupt ermöglichten. Die Museumskommission freut sich auf zahlreichen Besuch!
Das Ortsmuseum am Chilerain 10 ist von Mai bis Oktober geöffnet;
jeden 1. Samstag und Sonntag des Monats von 14.00 bis 17.00 Uhr.
Weitere Informationen zum Ortsmuseum und der aktuellen Ausstellung finden Sie hier.